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Mittwoch, 10. September 2014

Frauenlauf SaarLorLux

Letzten Freitag nahm ich am Frauenlauf SaarLorLux über 7 Kilometer in Saarlouis teil. Die Startplätze (für mich und meine Schwester) hatte ich bei Gründel's gewonnen. Für sie war es übrigens der erste Wettkampf.

Der Lauf fand abends um 18 Uhr statt, was für mich eine völlig ungewohnte Zeit zum Laufen ist. Es ging trotzdem ganz gut, auch wenn ich etwas Bauchweh hatte. Scheinbar vorher zu viel oder zu schwer oder falsch gegessen.

Aber ganz von vorne. Ab 14 Uhr konnte man bereits die Startunterlagen abholen. Diese gab es aber nicht in einem Kleiderbeutel, sondern in einem Briefumschlag. Enthalten war der Einwegchip, die Startnummer und ein paar Flyer und Gutscheine. Separat gab es dann noch das T-Shirt, das ich wirklich sehr schön finde.


Der Zielbereich war bereits vor dem Wettkampf frei zugänglich und man konnte sich schon Getränke holen. Ich spielte an einem von diesen Glücksrädern mit und gewann ein Multifunktionstuch. Toiletten waren ausreichend vorhanden, so dass man nicht lange anstehen musste. Dann noch schnell die Tasche abgegeben und schon ging es los. Ein WarmUp-Programm gab es auch, aber ich verzichtete angesichts 25 Grad bei strahlendem Sonnenschein darauf.

Start und Ziel waren mitten in der Innenstadt auf dem Kleinen Markt. Die Strecke verlief um den Saaraltarm herum, wobei man mal mehr und mal weniger vom Wasser sah. Leider waren die Wege teilweise sehr schmal für die fast 1300 Läuferinnen, aber zum Glück nahmen alle Rücksicht aufeinander. Trotzdem war es teilweise recht schwer zu überholen. Ich musste dazu einige Male über die Wiese laufen.
Alles in allem aber eine sehr schöne flache Strecke.

Ins Ziel kam ich nach 44:04 Minuten, was mich zuerst wunderte, da meine Uhr fast eine Minute weniger anzeigte und ich sie schon vor Durchquerung des Startbogens gestartet hatte. Im Nachhinein stellte ich dann fest, dass nur die Bruttozeit aller Läuferinnen festgehalten wurde, was ich etwas schade finde. Ich hätte gerne meine genaue Zeit gewusst.

Hinterher wurden wir gut mit Getränken versorgt. Allerdings hauptsächlich Biermixgetränke (alkoholfrei). Nach Wasser musste man schon etwas länger suchen. Außerdem gab es Äpfel - Bananen fand ich leider nicht.

Wir sahen uns dann noch die Siegerehrung an. Es gab Preise, die allerdings nur für Leute aus der Region interessant waren. Die Läuferinnen waren in zwei Altersklassen unterteilt: bis 39 und ab 40. Jeweils die drei schnellsten bekamen Preise, außerdem die drei schnellsten Teams und die drei größten Teams (das größte hatte über 50 Mitglieder).

Da meine Schwester und ich in den grünen Gründel's-Shirts gelaufen waren, die ich vorab per Post bekommen hatte, durften wir uns noch jeweils einen kostenlosen Sixpack Gründel's Radler abholen und ins Hotel schleppen. Außerdem bekam man nach dem Zieleinlauf eine Blumenkette umgehängt und noch einige Goodies in die Hand gedrückt.

Insgesamt war es eine sehr schöne Laufveranstaltung, die ich aber eher als Spaßlauf einstufen würde.

Sonntag, 31. August 2014

Freudenstadt K30 Run light

Gestern nahm ich am Freudenstadt K30 Run light über 10 Kilometer teil. Ich habe es ins Ziel geschafft und war sogar besser als erwartet.

Aber von vorne: Es gab vier Wettkämpfe - 30 km, eine Staffel über 30 km, 10 km und 2,5 km.
Um 15 Uhr starteten die 30km-Läufer und die Staffeln. Um 15:20 war dann der Start für die 10 und 2,5 km.

Es gab die Möglichkeit zur Kleideraufbewahrung, Toiletten und Duschen in unmittelbarer Nähe. Näheres kann ich dazu allerdings nicht schreiben, da ich nichts davon nutze. Denn ich hatte keinen weiten Weg zum Wettkampf und mein Mann war als Begleitung dabei.

Start und Ziel befanden sich am Freudenstädter Marktplatz, wo sich auch einige Zuschauer eingefunden hatten. Die Stimmung war hier wirklich gut.

Wir waren pünktlich zum 30km-Start da. Jeder Läufer bekam einen bunten Helium-Luftballon, den dann alle gemeinsam eine Minute vor dem Start fliegen ließen. Wirklich eine tolle Idee!



Wie man schon erkennen kann, war das ein eher kleiner Wettbewerb. Insgesamt waren weniger als 300 Läufer am Start.
Das Wetter war allerdings traumhaft mit strahlendem Sonnenschein und 25 Grad.

Kurz danach war dann schon unser Start und auch wir bekamen bunte Luftballons, die wir ebenfalls fliegen ließen.

Die Stecke begann am Marktplatz und es ging dann direkt leicht begab durch ein paar abgesperrte Straßen. Dann eine Treppe nach unten und dann kam eine längere Steile bergabstrecke - ca. 1 km insgesamt. Dort unten stand bereits die erste Verpflegungsstelle, die aber so ziemlich alle links liegen ließen. Denn es folgte der steilste Aufstieg der Strecke mit 25-30% Steigung. Hier beschloss ich, mich nicht gleich auszupowern und ging zügig hinauf. Alles, die in Sichtweite waren, machten es genauso.
Oben angekommen startete dann die eigentliche Runde durch den Wald. Sie verlief ziemlich ereignislos ohne riesige Höhenunterschiede. Die Stecke war wirklich schön. Inzwischen hatte sich das ohnehin kleine Läuferfeld ziemlich entzerrt und ich lief recht allein. Vor mir sah ich meist noch drei bis vier Läufer, aber sonst war es eher wie ein Trainingslauf.

Die Strecke war gut markiert, man konnte sich also nicht verlaufen. Jede Abzweigung war mit Pfeilen gekennzeichnet und die falschen Abzweigungen zusätzlich mit Flatterband abgesperrt. An den meisten Abzweigungen saßen außerdem Streckenposten, die uns anfeuerten. Auch die Kilometermarken waren immer gut sichtbar angeschrieben.
Am Ende der Runde angekommen, ging es dann wieder auf dem gleichen Weg wie am Anfang ins Tal zurück und dann wieder hoch zum Marktplatz. Der Abstieg war extrem steil und man musste sehr aufpassen, nicht wegzurutschen, da es sich um einen Schotterweg handelte. Unten kam man dann wieder an der Verpflegungsstation vorbei, aber so kurz vor dem Ziel brauchte ich auch nichts mehr. Der Aufstieg hatte es nochmal in sich, denn langsam wollten die Beine nicht mehr. Wir konnten alle nur noch hinaufgehen. Als es dann oben wieder flacher wurde, raffte ich mich nochmal zum laufen auf und schleppte mich ins Ziel.


Nach 01:02:49 hatte ich die Strecke geschafft und nahm glücklich mein alkoholfreies Bier entgegen. Mein Mann war dann direkt da, denn der Zielbereich war für alle frei zugänglich. Ich holte mir noch etwas Zielverpflegung und setzte mich in den Schatten, bis ich mich einigermaßen abgekühlt hatte.

Als wir gerade wieder gehen wollten, wurde angekündigt, dass der erste der 30km-Läufer in wenigen Minuten schon ins Ziel kommt. Seinen Zieleinlauf in einer unglaublichen Zeit von 1:48:51 sahen wir uns noch an. Der Zweite kam erst etwa 20 Minuten später ins Ziel.

Alles in allem ein sehr gelungener Wettkampf, der super organisiert war. Lediglich die Verpflegungsstelle wäre vielleicht an einer anderen Stelle (nicht vor, sondern nach dem großen Aufstieg) etwas besser aufgehoben gewesen. Die Zeitmessung erfolgte per Einwegchip.


Samstag, 30. August 2014

Der nächste Wettkampf steht an

Heute Nachmittag steht mein nächster Wettkampf an. Der Freudenstadt K30 Run light über 10 Kilometer. (Wie sich schon erahnen lässt, ist die andere Distanz die 30 km-Strecke.)

Mein Ziel: Irgendwie ins Ziel kommen!

Das meine ich ernst, ich bin zur Zeit wirklich nicht gut im Training. 10 km bin ich schon seit einigen Wochen nicht mehr gelaufen und so eine bergige Strecke sowieso noch nie. Die Strecke hat nämlich etwa 400 Höhenmeter jeweils in beide Richtungen. Das habe ich vorgestern mit Erschrecken festgestellt. Ich wusste zwar schon vorher, dass die Strecke nicht flach ist, aber ich hätte eher mit 200 Höhenmetern oder so gerechnet - wie ich es von meinen Trainingsläufen teilweise gewohnt bin.
Die Teilnehmer, die die 30 km laufen, müssen dann eben drei dieser Runden laufen. Ich schätze, das wir denn auch für einige geübte Marathonläufer heftig, die sonst nur flachere Strecken laufen.

Da die Strecke größtenteils durch den Wald verläuft, werde ich auf jeden Fall mit Musik laufen, denn ich denke nicht, dass außerhalb des Start-/Zielbereichs viel los sein wird. Ohnehin ist das ein recht kleiner Lauf, denn er findet zum ersten Mal statt. Ich bin gespannt, ob alles reibungslos funktioniert.

Von der Pasta Party gestern Abend bin ich ziemlich enttäuscht. Das "reichhaltige Nudelbuffet" bestand aus genau einer Sorte Nudeln (Penne) mit einer Sorte Soße (Tomatensoße - wenigstens war sie gut). Für 9 € hätte ich jedenfalls etwas mehr erwartet.

Immerhin waren zwei Sportler am Start, die ein bisschen was erzählt haben - Ironman Hawaii-Sieger Thomas Hellriegel und die Skispringerin Svenja Würth. Thomas Hellriegel sollte eigentlich über 30 km mitlaufen, läuft nun aber leider aufgrund einer Verletzung gar nicht mit. Svenja Würth ist ebenfalls angeschlagen und läuft statt der geplanten 10 km nun nur 2,5 km.

Die Startunterlagen konnte ich dann gestern Abend gleich mitnehmen, der Kleiderbeutel gab aber auch nicht viel her. Also genau genommen nichts außer der Startnummer, dem Einwegtransponder und einem dicken Werbeprospekt.
Ursprünglich war für die Pasta Party auch noch eine Verlosung angekündigt, die aber - wie sollte es anders sein - nicht stattgefunden hat.

Naja, klingt jetzt alles etwas negativ. Vielleicht lernen die Organisatoren ja bis zum nächsten Jahr ein bisschen dazu.
Auf den Wettkampf bin ich trotzdem gespannt. Aber eine Bestzeit wird es sicher nicht geben.

Freitag, 4. Juli 2014

Stuttgart-Lauf 2014

Wie ihr ja bereits wisst, startete ich am letzten Sonntag beim Stuttgart-Lauf über die 7km-Distanz. Die Distanz ist ja eher ungewöhnlich, aber es standen (neben dem Inline-Halbmarathon) nur die 7 km oder der Halbmarathon zur Auswahl. Und nachdem ich gelesen hatte, dass der Zieleinlauf sich im Stadion (also der Mercedes-Benz-Arena) stattfindet musste ich einfach mitlaufen.
Denn ich bin Fan des VfB Stuttgart und war schon so oft als Zuschauerin in diesem Stadion, dass es für mich etwas ganz besonderes ist, dort einzulaufen.

Ich war mir etwas unsicher, wann ich dort sein sollte, deshalb fuhr ich angesichts der hohen Teilnehmerzahlen (etwa 16000) lieber etwas früher hin. Da ein VVS-Ticket im Preis enthalten war, nutze ich den nächsten P&R-Parkplatz und von dort aus öffentliche Verkehrsmittel. Ich war etwa um 8:30 Uhr am Gelände, aber etwas später hätte auch gereicht.
Um 9 Uhr startete der Halbmarathon, um 11:30 Uhr dann der 7km-Lauf.

So hatte ich freie Bahn bei der Startunterlagenausgabe und begab mich dann erstmal auf die Suche nach einer Umkleide. Diese gestaltete sich etwas schwierig, aber als ich sie dann nach einem längeren Fußweg gefunden hatte, hatte ich einen riesigen Umkleideraum ganz für mich allein. Auf dem Weg zur Umkleide kam ich am Startgelände vorbei, wo gerade der Halbmarathon startete. Ich machte mich in Ruhe fertig, schlenderte noch ein wenig über die Sportmesse und aß mein mitgebrachtes Brötchen.

Sportmesse in der Schleyerhalle
Da ich immer noch ausreichend Zeit hatte, beschloss ich, mir noch das Ziel anzuschauen. Dort kam ich etwa zeitgleich mit dem Gewinner des Halbmarathons an und schaute mir noch die Zieleinläufe der Nächstplatzierten an.


Eine Dreiviertelstunde vor dem Start begab ich mich dann zur Kleideraufbewahrung, was auch problemlos und ohne anstehen ablief. Da es inzwischen schüttete wie aus Eimern (und die Halbmarathonteilnehmer bekamen alles ab), beschloss ich, mit Cap zu laufen. Das mag ich eigentlich nicht so, aber ich wollte auch nicht völlig durchnässt sein, da ich mich hinterher noch mit einer Freundin in der Stadt treffen wollte.


Bis zum Start hatte es dann wieder aufghört zu regnen. Ich reihte mich im vorderen Startblock (Zielzeit unter 40 Minuten) in der hinteren Hälfte ein. Um 11:30 ging es endlich los.

Der Lauf selbst war recht ereignislos. Die Masse an Läufen und das Geräusch, das dadurch erzeugt wurde, war allerdings der Hammer! Das Getrappel war trotz Musik auf den Ohren gut hörbar. Ich lief dieses Mal nicht mit meiner normalen Pulsuhr, da sie beim Frankfurter Stadtlauf etwas gesponnen hat (hat wohl gleichzeitig noch die Signale von anderen Läufern empfangen). Ich hatte die Gear Fit um und das Smartphone am Oberarm - an der Kleideraufbewahrung abgeben wäre mir nämlich zu heikel gewesen, dabeihaben wollte ich es aber.
Die Strecke war eine flache Rundstrecke, von der Umgebung her aber kein Highlight. Die Halbmarathonstrecke ist da wohl schöner. Kilometerschilder konnte ich ab Kilometer 4 entdecken, Wasserstellen gab es zwei. Ich nahm mir kein Wasser, da ich im Training bei einer solchen Strecke auch nie etwas trinke und es mich nur aufgehalten hätte.

Ich begann langsam in meinem Wohlfühltempo und steigerte meine Geschwindigkeit später etwas. Es ist erstaunlich wie viele den Fehler machen, zu schnell zu starten. Die ersten Geher überholte ich nach etwa 500 Metern. Mein Cap war mir irgendwann zu warm und ich musste das Teil dann in der Hand halten.
Auf dem letzten Kilometer (und dem bekannten Weg zum Stadion) gab ich dann nochmal richtig Gas. Der Zieleinlauf war wirklich grandios! Meine Zielzeit: 00:39:31 - ich hatte die 40 Minuten also geknackt!

Als Zielverpflegung gab es erstmal alkoholfreies Bier mit Apfelerfrischungsgetränk (unerwartet lecker, zumindest nach der Anstrengung). Dann holte ich mir noch eine Banane und eine Apfelschorle. Beim Verlassen des Zielbereichs bekam dann jeder seine Finisher-Medaille umgehängt.

Ich ging direkt zur Kleiderausgabe und mich danach direkt frischmachen und umziehen. Anschließend holte ich mir noch meine Urkunde ab und ließ meine Medaille gravieren. Das war das einzige Mal, dass man irgendwo anstehen musste.


Insgesamt fand ich die Organisation sehr gut. Die Startgebühr von 15-21 Euro enthielt das VVS-Ticket und die Medaille. Es gab Plastik-Kleiderbeutel, man konnte aber dank des Aufklebers auch seine eigene Sporttasche abgeben. Dieser war abgesehen von ein paar Flyern und viel Sicherheitsnadeln leer, aber mehr kann man für den Preis auch nicht erwarten. (Meine Zugfahrt hätte sonst 14.60€ gekostet.)

Toiletten gab es ausreichend in der Schleyerhalle und am Stadion, man musste nirgends anstehen. Direkt am Start gab es noch ein paar Dixiklos, aber die wurden wohl nur in Notfällen benutzt.

Die Wege zwischen den einzelnen Stationen (Startunterlagen, Umkleide, Kleiderabgabe, Start, Ziel) waren etwas weiter, aber anders lässt sich das bei einem so großen Lauf wohl licht organisieren.


Ich fand den Lauf (bis auf's Wetter) gut gelungen und möchte auf jeden Fall irgendwann den Halbmarathon beim Stuttgart-Lauf laufen. Es war ein supertolles Erlebnis und mit meiner Zielzeit bin ich sehr glücklich, vor allem da ich in den letzten Wochen gar nicht so regelmäßig laufen war, wie noch vor dem 10km-Lauf Ende Mai.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Mein erster Wettkampf - Stadtlauf Frankfurt

Wie ihr ja bereits wisst, bin ich am Sonntag meinen ersten Wettkampf gelaufen. Es war der Stadtlauf Frankfurt von SportScheck und BMW. Es gab einen Fünf- und einen Zehnkilometerlauf, ich bin die 10 km gelaufen.

Ich war zwar ziemlich aufgeregt, aber dank des langen anstrengenden Samstags konnte ich in der Nacht auf Sonntag trotzdem gut schlafen.
Die Startunterlagen hatte Samsung bereits für uns besorgt und uns am Samstag überreicht, so dass ich deshalb überhaupt keinen Stress hatte. Im Kleiderbeutel war nicht viel drin. Das Shirt, ein Päckchen Kaugummi und ein Erfrischungstuch für die Beine, fertig. Aber ich will mich nicht beschweren, schließlich gab es ansonsten genug Geschenke.
Das Frühstücksbuffet im Hotel war zwar sehr einladend, aber sicherheitshalber aß ich nur "normale" Sachen, von denen ich wusste, dass ich sie gut vertrage (Schinkenbrötchen, Joghurt und Obst, dazu schwarzer Kaffee). Dann musste ich noch schnell rausfinden, wie der Chip am Schuh befestigt wird, hat aber gut geklappt.
Ich wusste schon, dass es sehr warm werden würde, deshalb entschied ich mir für eine Laufcapri und das Samsung-Teamshirt war ja eh obligatorisch. Sonst ließ ich alles im Hotel, das nur ein paar hundert Meter vom Start entfernt war.

(Das Shirt war ein bisschen kurz, die fielen generell recht klein aus.)

Da nach dem Frühstück noch sehr viel Zeit war, trafen sich die meisten aus unserem Team bereits um 11:30 am Samsung-Stand im Wettkampfbereich. Ein paar einzelne liefen den 5km-Wettkampf, der schon um 12 Uhr startete. Die Aufregung stieg.

Kurz vor 13 Uhr war es dann soweit: wir gingen in den Startbereich. Ich war froh, dass einige Leute aus dem Team da waren, denn so konnten wir bis zum Start noch etwas quatschen und das hat mich wenigstens ein bisschen beruhigt. Außerdem hatte sich eine Wolke vor die Sonne geschoben und ich hoffte, dass es noch eine Weile so bleiben würde.

Die Strecke umfasste zwei Runden. Es gab einen Wendepunkt am Start/Ziel und den anderen am anderen Ende. Die Strecke führte über die Zeil an der Hauptwache vorbei in Richtung Main und dann noch ein Stück am Main entlang.

Dann war es soweit, der Startschuss fiel. Mit ihm verschwand auch die Wolke. Wir hatten uns weiter hinten eingereiht und ich lief ganz langsam los. Ich brauche immer ein bisschen Zeit zum einlaufen, danach werde ich dann ein bisschen schneller. Ich holte einen der Jungs aus dem Team ein und wir liefen ein ganzes Stück zusammen. Kurz vor dem ersten Wendepunkt wurde er dann aber etwas schneller und ich lief allein weiter. Der Führende und auch die ersten aus unserem Team kamen mir bereits entgegen. Einige wenige waren auch noch hinter mir, aber nun hatte ich mich eingelaufen und konnte einige Läufer überholen. Etwa ab Kilometer 4 machte sich die Hitze sehr deutlich bemerkbar und ich bereute es kurz, nicht doch den 5er gelaufen zu sein.
Am Start/Ziel-Wendepunkt gab es glücklicherweise Wasser und ich schnappte mir einen Becher. Ich bekam aber nur zwei Schluck runter. Ein Blick auf meine Uhr zeigte, dass ich noch unter einer halben Stunde war. Das gab natürlich Motivation. Noch mehr Motivation bekam ich, als ich schon fast wieder an der Hauptwache war und mir immer noch Läufer entgegen kamen, die alle hinter mir waren. Aber auch die Führenden kamen mir schon wieder entgegen und überrundeten die letzten.

Langsam wurde es zur Qual, weil es einfach viel zu heiß war. Die nächsten Kilometer zogen sich in die Länge wie Kaugummi. Ich lief am Main entlang und wäre lieber hineingesprungen. Irgendwann war ich dann am lang ersehnten Wendepunkt, dann am 8km-Schild. Das 9km-Schild wollte einfach nicht auftauchen. Irgendwann tauchte es schließlich doch auf, dann ging es um die letzte Kurve. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass ich es noch unter einer Stunde schaffen konnte und ich gab nochmal richtig Gas.

Nach 00:58:18 überquerte ich die Ziellinie. Ich war völlig am Ende, wurde aber glücklicherweise von meinen tollen Teamkameraden empfangen, die mir gleich ein Getränk in die Hand drückten. Ich brachte aber fast nichts runter und mein Kreislauf machte schlapp. Irgendwie konnte ich mich auf den Beinen halten und langsam wurde es wieder besser.
Dann kamen auch die Glücksgefühle und machten die ganze Anstrengung wett. :) Ich konnte es kaum fassen, dass ich gerade meinen ersten Wettkampf gelaufen war und dann auch noch in unter einer Stunde. Im Training lief ich diese Strecke schließlich immer in 70 bis 75 Minuten (zugegebenermaßen mit mehr Höhenmetern).
Am Samsung-Stand gab es Zielverpflegung, die ich bitter nötig hatte. Dann war auch alles schon wieder vorbei. Wir verabschiedeten uns und ich ging nochmal schnell ins Hotel zum duschen und umziehen und dann musste ich auch schon zum Bahnhof.

Ich muss sagen, ich bin wirklich stolz auf mich, mit der Zielzeit hab ich nie im Leben gerechnet. Mein erster Wettkampf war toll und wird bestimmt nicht mein letzter sein.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Spontane Planänderung

Die Planung für's Wochenende hat sich gestern Nachmittag nochmal spontan geändert. Ich werde am Sonntag zwar immer noch einen 10km-Wettkampf laufen, aber einen anderen. Statt der schwäbischen Kleinstadt wird es jetzt die hessische Großstadt. Ich hab nämlich die Teilnahme am Samsung5-Weekend in Frankfurt gewonnen.

Das heißt am Samstag steht ein professionelles Lauftraining mit Olympiasieger Nils Schumann an und am Sonntag dann der Frankfurter Stadtlauf.

Ich freu mich so, aber die Aufregung wird dadurch natürlich nicht weniger!

Dienstag, 20. Mai 2014

Ich hab mich getraut...

... und mich zu meinem allerersten Wettkampf angemeldet. 10 Kilometer. Schon am kommenden Sonntag! Aaah, jetzt bin ich aufgeregt, ich weiß ja gar nicht, was da auf mich zukommt.

Dass der Lauf heute gefühlt so schlecht lief, trägt auch nicht gerade zur Beruhigung bei. Von der Zeit her war's gar nicht so schlimm, aber es war sooo anstrengend. Naja, kann auch am rasanten Temperaturanstieg liegen. Dabei war es nur eine kleine 5km-Runde (in 32 min).

Aber nochmal zum Wettkampf, einige von euch haben da ja schon Erfahrung und können mir vielleicht ein bisschen die Aufregung nehmen.
Was sollte ich unbedingt dabeihaben? (Klar, was zu trinken, irgendwas zu essen für danach, Sicherheitsnadeln - aber sonst?)
An die, die sonst mit Musik laufen: Lauft ihr dann beim Wettkampf auch mit Musik oder ohne? Ich bin heute mal testweise ohne gelaufen, aber das war irgendwie ganz seltsam, weil es eben so ungewohnt war. Ich glaube, dass ich auch deswegen zu schnell losgelaufen bin.
Wie viel früher sollte man da sein? (Start ist um 11 Uhr, die Startunterlagen bekommt man ab 9 Uhr - reicht es dann, wenn ich um 9 Uhr da bin?)
Gibt es sonst irgendwas zu beachten?

Würde mich sehr freuen, wenn ich hier ein paar Tipps bekomme!