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Dienstag, 28. Oktober 2014

Abnehmen: Motivation und Hindernisse

Ich bin ja schon eine ganze Weile am Abnehmen. Heute möchte ich euch erzählen, wie der momentane Stand ist.

Aber mal kurz zur Vorgeschichte: Im Sommer 2013, also vor nicht mal eineinhalb Jahren wog ich noch um die 95 kg (zur Info: Ich bin 1,80m groß). Das war schon seit einiger Zeit so und ich schaffte es nie wirklich, endlich abzunehmen. Ich begann dann wieder mit dem Laufen, aber anfangs noch eher unregelmäßig. Ab Herbst dann zweimal pro Woche und seit diesem Frühjahr dreimal pro Woche. Zudem stellte ich meine Ernährung um. Und es funktionierte. Ich nahm ab. Langsam, aber kontinuierlich. Ich setzte mir meist 5kg-Zwischenziele.
Ich erstellte diesen Blog als Motivation für mich selbst und auch für andere.
Ich wollte wieder in eine bestimmte Jeans passen, die mir zuletzt mit etwa 80 kg gepasst hatte. Das war irgendwann der Fall und die nächste Motivationsspritze wurde benötigt.
Ich hatte sie aber schnell gefunden: Bis zu einer großen Familienfeier im September wollte ich unter 75 kg kommen und mir dann ein richtig tolles Kleid für die Feier kaufen.
Auch das schaffte ich.
Und ich muss sagen, ich sah echt super aus. Ich bekam super viele Komplimente aber natürlich auch einige neidische Blicke. Aber damit kann ich in dem Fall gut leben.

Leider lief es danach dann nicht mehr so toll. Ich fing mir eine heftige Magen-Darm-Grippe ein und selbst als diese vorbei war, schaffte ich es nicht, wieder richtig ins Lauftraining einzusteigen oder sonstigen Sport zu machen. Ich hatte mir wieder angewöhnt, vor dem Fernseher zu essen und die ganzen Kohlenhydrate waren einfach unwiderstehlich.
Deshalb bringe ich nun leider wieder 3 kg mehr auf die Waage.

Eigentlich war mein nächstes Zwischenziel, bis zum Jahresende die 70er-Marke zu knacken. Aber nun muss ich erstmal wieder meine Figur vom September zurückbekommen.
Am Wochenende bekam ich Fotos von der Feier und ich muss sagen: Diese drei Kilo machen wirklich einen großen Unterschied. Auf den Fotos finde ich mich schlank, aber wenn ich das Kleid jetzt anziehen würde, würde sich der Bauch unschön abzeichnen. Auch die Jeans sitzt wieder ziemlich eng.

Laut BMI habe ich zwar immer noch Normalgewicht, aber ich kratze an der Obergrenze. Deshalb muss ich jetzt nochmal richtig Vollgas geben.

Mit dem Laufen habe ich schon wieder angefangen und es macht richtig Spaß. Ernährungstechnisch läuft es an sich auch wieder ganz gut.

Leider ist da dieser Heißhunger. Echter Hunger geht weg, wenn man etwas isst, Heißhunger nicht. Heißhunger hat man immer auf etwas bestimmtes. Immerhin kann ich inzwischen Heißhunger von echtem Hunger unterscheiden und mich meistens zurückhalten. Aber immer klappt es halt doch noch nicht.

Wie kann man Heißhunger vermeiden?
  • viel Wasser trinken
  • kleines Stück dunkle Schokolade nach dem Mittagessen
  • sich klar machen, dass man gerade keinen echten Hunger hat und sich mit irgendwas ablenken
  • abends früh Zähne putzen, um danach nichts mehr zu essen
Das klappt ja alles - manchmal. Aber es ist so schwer. Ich hoffe, dass der Heißhunger weg geht, wenn ich das lange genug durchziehe.

Habt ihr auch Probleme mit Heißhunger? Habt ihr weitere Tipps?

Zur Motivation schaue ich mir inzwischen die Fotos von mir in dem Kleid an. Ich hoffe sehr, dass ich dieses Zwischenziel bald wieder erreicht habe.


Donnerstag, 23. Oktober 2014

So ganz ohne geht's wohl doch nicht!

Hallo ihr lieben!

Ich bin wieder da. Im Stress bin ich zwar immer noch, aber der Blog fehlt mir gerade sehr. Außerdem habe ich zeitgleich mit dem bloggen auch den Sport ziemlich auf Eis gelegt, was sich leider deutlich auf der Waage zeigt.
In der blogfreien Zeit war ich inklusive heute gerade mal dreimal laufen. Ansonsten habe ich wieder einen Yoga-Kurs angefangen, aber in den ersten beiden Wochen war der noch nicht wirklich fordernd. Langsam wird es aber anstrengender. Aber zumindest bin ich danach immer wirklich tiefenentspannt.

Essensmäßig lief es auch eher mies. Da habe ich mich aber schon wieder einigermaßen gefangen. Ich habe diese Woche sogar ab und an daran gedacht, mein Essen zu fotografieren, so dass es ab nächstem Montag wieder die gewohnten Wochenrückblicke geben wird.
Ich hoffe, dass das meine Motivation wieder etwas steigert.

Bei der Existenzgründung läuft alles einigermaßen nach Plan. Immerhin sitze ich jetzt schon in meinem Büro am Schreibtisch. Eröffnet ist allerdings noch nicht, da gibt es vorher noch einiges zu tun.
Ich schreibe hier bewusst nichts näheres darüber, was ich beruflich mache, denn ich möchte nicht von potentiellen "Kunden" über Google gefunden werden. Nicht, weil mir der Blog peinlich ist, sondern weil es einfach unprofessionell wirken würde. Aus dem selben Grund poste ich hier ja auch schon von Anfang an keine Gesichtsfotos.

Und jetzt mache ich mich mal wieder an die Arbeit. Bis zum nächsten Post wird es nicht so lange dauern, versprochen! ;)

Mittwoch, 11. Juni 2014

Das Zielkleid oder Verdrehte Selbstwahrnehmung?

Letzte Woche ist mir etwas passiert, das mich irgendwie nachdenklich gemacht hat.
Ich brauchte ein Kleid für den Abiball meines Bruders, wollte aber kein neues kaufen. Also kramte ich meine ganzen "alten" Kleider raus, in der Hoffnung, dass ich schon wieder in irgendeins hineinpassen würde. Schließlich habe ich ja ein paar Kilo abgenommen.
Ja, das Ergebnis hat mich im ersten Moment wirklich schockiert. Diese ganzen schönen Kleider - manche noch ungetragen - passten nicht. Sie waren alle zu groß!
Ein ganz besonderes Kleid war auch darunter - mein "Zielkleid". Eigentlich überhaupt nichts besonderes. Ein sehr knalliges korallfarbenes (Ich liebe die Farbe!) und recht kurzes Kleid, das mir damals so gut gefiel. Aber der Reißverschluss ging nicht ganz zu und die Beine sahen darin wie dicke Stampfer aus. Da es nur zwanzig Euro kostete, kaufte ich es mir trotzdem - als Zielkleid eben. Ich dachte damals, dass ich meine Traumfigur erreicht habe, wenn ich in dieses Kleid passe.
Für den Abiball fand ich es viel zu kurz und zu auffällig, aber da die andern Kleider (die ja mal gepasst haben) inzwischen zu groß waren, wollte ich mal testen, ob ich in das Zielkleid jetzt vielleicht hineinpassen würde.
Aber der nächste Schock - die Beine sehen zwar inzwischen auch in kürzeren Sachen ganz annehmbar aus, aber obenrum ist das Kleid viel zu groß.

Die ganze Kleider-Aktion hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. War ich wirklich so dick? Im Spiegel sehe ich nur einen kleinen Unterschied. Klar finde ich, dass ich dünner aussehe. Sind ja auch 20kg weg. Aber so viel, dass mich andere Leute darauf ansprechen? Dass meine ganzen Sachen nicht mehr passen?
Ich weiß ja, das ich jetzt eine "normale" Figur habe. Nicht dünn, nicht dick. Also muss ich ja wirklich wie eine Tonne ausgesehen haben. Ich fand mich aber im Spiegel trotzdem noch "normal" oder vielleicht nur ein bisschen zu dick. Nur die Zahl auf der Waage hat mich beunruhigt und dazu angetrieben, etwas zu tun. Normalerweise ist das doch bei Frauen immer genau umgekehrt, oder? Ich frage mich wirklich, warum ich das nicht gesehen habe.
Ich frage mich auch, wie mich andere Personen im privaten und auch beruflichen Umfeld wahrgenommen haben. Jedenfalls bin ich gespannt auf die Reaktionen, wenn ich einigen Leuten begegne, die ich vor einem Jahr zum letzten Mal gesehen habe.
Wie kann ich verhindern, dass ich wieder zunehme und es nicht bemerke? Nur durch ständiges Wiegen? Kann man seine Selbstwahrnehmung irgendwie trainieren?

Naja, ich erwarte jetzt nicht wirklich Antworten auf diese Fragen. Ich wollte es mir einfach mal von der Seele schreiben. Danke für's Lesen!

Sonntag, 18. Mai 2014

Meine Figur, das Laufen und ich

Meine Figur und ich - wir standen oft auf Kriegsfuß. Langsam wird es besser.
Ihr wollt ja sicherlich wissen, mit wem ihr es hier zu tun habt, deshalb möchte ich euch mal ein bisschen was über meine Abnehmgeschichte erzählen.

Ich möchte gleich dazusagen, dass ich hier nicht anfangen werde, Gewichtstabellen zu führen - das mache ich nur für mich persönlich. Ich möchte da kein Vergleichsmaßstab für andere sein, denn aussagekräftig ist das ohnehin nicht.
Ich wiege gerade ungefähr gleichviel wie vor ein paar Jahren mal, aber wenn ich mir das auf alten Fotos so anschaue, dann ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich bin zwar noch weit davon entfernt, super durchtrainiert zu sein, aber damals war ich einfach völlig untrainiert und sah dadurch bei gleichem Gewicht viel dicker aus.

Aber mal von Anfang an! Als Kind und Jugendliche war ich weder besonders dünn, noch besonders dick. Normal halt. Aber auch sehr unsportlich. Schulsport war mein Alptraum und in meine Freizeit habe ich auch nicht viel gemacht. In einem Sportverein oder so war ich nie.

Im Studium habe ich dann zugenommen. Viel zu wenig Bewegung und viel zu viel ungesundes Essen.
Irgendwann fing ich dann mit dem Laufen an und ich nahm wieder ab.
Dann hörte ich wieder auf und nahm wieder zu. Mein Gewicht schwankte sehr stark hin und her, aber wirklich dünn war ich nie.
Dann nahm der Stress zu und dadurch auch ich. Ich konnte mich beim Essen immer schwer zurückhalten, aber bei Stress wurde es noch schlimmer. Ich wurde übergewichtig, wog ca. 20 Kilo mehr als jetzt. Ich machte mal mehr Sport, mal weniger, aber es änderte sich erstmal nicht mehr viel.

Letzten Sommer, nach dem Umzug in eine andere Stadt mit vielen tollen Laufstrecken, gab ich dem Laufen nochmal eine Chance - und hielt es bis auf eine längere Verletzungspause durch. Ich beschäftigte mich etwas mehr mit meiner Ernährung und probierte verschiedene Abnehmstrategien aus. Aber vor allem: Ich ging laufen. Anfangs zweimal pro Woche, seit einigen Monaten dreimal pro Woche. Ich habe immer einen Trainingsplan und lasse keinen Lauf ausfallen (außer bei Verletzung oder Krankheit). Wenn mir mal was dazwischen kommt, wird der Lauf eben am nächsten Tag nachgeholt.

Seit letztem Sommer habe ich ca. 15 Kilogramm abgenommen. Jetzt bin ich im Bereich des oberen Normalgewichts - mit einem BMI von 24. Meine Klamotten sind zu groß geworden und Bewegung fällt mir deutlich leichter.

Aber ich bin noch nicht am Ziel. So um die 10 Kilo sollen noch weg. Aber ich bin da nicht auf irgendeine Zahl auf der Waage fixiert. Ich mache das eher an meinem Spiegelbild fest. Langsam genügt das Laufen allein auch nicht mehr. Ich will wieder regelmäßiges Krafttraining einbauen, um definierter zu werden. Damit habe ich diese Woche - motiviert durch den Blog - ja schon wieder angefangen.

Das Laufen ist inzwischen nicht mehr nur noch Mittel zum Zweck, sondern zu einer Leidenschaft geworden. Ich interessiere mich statt für verbrannte Kalorien eher für zurückgelegte Kilometer und  Bestzeiten. Wenn ich nicht laufen gehen kann, fehlt mir schon richtig was. Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg!

So, das wurde jetzt doch etwas länger als gedacht. Wahrscheinlich haben die meisten schon vor der Hälfte aufgehört zu lesen. Aber vielleicht interessiert es ja irgendjemanden. :)