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Sonntag, 16. November 2014

Laufen im Herbst

Laufen im Herbst ist toll! Ich kann überhaupt nicht verstehen, wieso viele Läufer ihre Laufschuhe jetzt bis zum Frühjahr erstmal an den Nagel hängen oder nur noch auf dem Laufband trainieren.
Deshalb möchte ich euch an meinem Lauf von Montag teilhaben lassen und dem einen oder der anderen vielleicht ein bisschen Lust auf Herbstläufe machen.

Am Beginn meiner Laufstrecke sieht man noch nicht viel vom Herbst. Ich laufe hauptsächlich in Nadelwäldern. Im Winter sehen diese dann dafür umso schöner aus.


Nur vereinzelt tauchen ein paar bunte Laubbäume auf.


Ich mag die Herbststimmung in der Natur - wenn es nicht gerade in Strömen regnet. Aber das passiert ja auch im Frühling. Klar, es ist kalt draußen. Aber für mich ist das zum Laufen viel angenehmer als die Hitze im Sommer.

Ich lief bei Sonnenaufgang los und sah, als ich den Wald hinter mir gelassen hatte, gerade noch die Reste davon.


Wenn  man seine Laufbekleidung anpasst, ist das Laufen im Herbst und auch im Winter überhaupt kein Problem.

Bei Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad trage ich normale lange Lauftights, ein langärmliges Laufshirt und ein Sportunterhemd. Außerdem ein dünnes Stirnband, da ich sonst Ohrenschmerzen bekomme.


Erst bei Minusgraden steige ich auf wärmere Laufkleidung um. Aber die kommen im Herbst ja normalerweise noch nicht vor.
Ich finde es sehr unangenehm, beim Laufen zu warm angezogen zu sein. Wenn ich am Anfang leicht fröstle, ist es nach dem Warmlaufen perfekt.






Bei starkem Regen trage ich eine Regenjacke mit Belüftungsschlitzen und je nach Untergrund meine Trailschuhe. Das ist aber nur bei matschigen Wegen nötig.
Wichtig ist nur, danach direkt zu duschen und sich warm anzuziehen, um Erkältungen zu vermeiden.

Der Rest meiner Laufstrecke sah richtig schön herbstlich aus. So sollte es immer sein!


Was ist eure liebste Lauf-Jahreszeit?

Mittwoch, 10. September 2014

Frauenlauf SaarLorLux

Letzten Freitag nahm ich am Frauenlauf SaarLorLux über 7 Kilometer in Saarlouis teil. Die Startplätze (für mich und meine Schwester) hatte ich bei Gründel's gewonnen. Für sie war es übrigens der erste Wettkampf.

Der Lauf fand abends um 18 Uhr statt, was für mich eine völlig ungewohnte Zeit zum Laufen ist. Es ging trotzdem ganz gut, auch wenn ich etwas Bauchweh hatte. Scheinbar vorher zu viel oder zu schwer oder falsch gegessen.

Aber ganz von vorne. Ab 14 Uhr konnte man bereits die Startunterlagen abholen. Diese gab es aber nicht in einem Kleiderbeutel, sondern in einem Briefumschlag. Enthalten war der Einwegchip, die Startnummer und ein paar Flyer und Gutscheine. Separat gab es dann noch das T-Shirt, das ich wirklich sehr schön finde.


Der Zielbereich war bereits vor dem Wettkampf frei zugänglich und man konnte sich schon Getränke holen. Ich spielte an einem von diesen Glücksrädern mit und gewann ein Multifunktionstuch. Toiletten waren ausreichend vorhanden, so dass man nicht lange anstehen musste. Dann noch schnell die Tasche abgegeben und schon ging es los. Ein WarmUp-Programm gab es auch, aber ich verzichtete angesichts 25 Grad bei strahlendem Sonnenschein darauf.

Start und Ziel waren mitten in der Innenstadt auf dem Kleinen Markt. Die Strecke verlief um den Saaraltarm herum, wobei man mal mehr und mal weniger vom Wasser sah. Leider waren die Wege teilweise sehr schmal für die fast 1300 Läuferinnen, aber zum Glück nahmen alle Rücksicht aufeinander. Trotzdem war es teilweise recht schwer zu überholen. Ich musste dazu einige Male über die Wiese laufen.
Alles in allem aber eine sehr schöne flache Strecke.

Ins Ziel kam ich nach 44:04 Minuten, was mich zuerst wunderte, da meine Uhr fast eine Minute weniger anzeigte und ich sie schon vor Durchquerung des Startbogens gestartet hatte. Im Nachhinein stellte ich dann fest, dass nur die Bruttozeit aller Läuferinnen festgehalten wurde, was ich etwas schade finde. Ich hätte gerne meine genaue Zeit gewusst.

Hinterher wurden wir gut mit Getränken versorgt. Allerdings hauptsächlich Biermixgetränke (alkoholfrei). Nach Wasser musste man schon etwas länger suchen. Außerdem gab es Äpfel - Bananen fand ich leider nicht.

Wir sahen uns dann noch die Siegerehrung an. Es gab Preise, die allerdings nur für Leute aus der Region interessant waren. Die Läuferinnen waren in zwei Altersklassen unterteilt: bis 39 und ab 40. Jeweils die drei schnellsten bekamen Preise, außerdem die drei schnellsten Teams und die drei größten Teams (das größte hatte über 50 Mitglieder).

Da meine Schwester und ich in den grünen Gründel's-Shirts gelaufen waren, die ich vorab per Post bekommen hatte, durften wir uns noch jeweils einen kostenlosen Sixpack Gründel's Radler abholen und ins Hotel schleppen. Außerdem bekam man nach dem Zieleinlauf eine Blumenkette umgehängt und noch einige Goodies in die Hand gedrückt.

Insgesamt war es eine sehr schöne Laufveranstaltung, die ich aber eher als Spaßlauf einstufen würde.

Sonntag, 31. August 2014

Freudenstadt K30 Run light

Gestern nahm ich am Freudenstadt K30 Run light über 10 Kilometer teil. Ich habe es ins Ziel geschafft und war sogar besser als erwartet.

Aber von vorne: Es gab vier Wettkämpfe - 30 km, eine Staffel über 30 km, 10 km und 2,5 km.
Um 15 Uhr starteten die 30km-Läufer und die Staffeln. Um 15:20 war dann der Start für die 10 und 2,5 km.

Es gab die Möglichkeit zur Kleideraufbewahrung, Toiletten und Duschen in unmittelbarer Nähe. Näheres kann ich dazu allerdings nicht schreiben, da ich nichts davon nutze. Denn ich hatte keinen weiten Weg zum Wettkampf und mein Mann war als Begleitung dabei.

Start und Ziel befanden sich am Freudenstädter Marktplatz, wo sich auch einige Zuschauer eingefunden hatten. Die Stimmung war hier wirklich gut.

Wir waren pünktlich zum 30km-Start da. Jeder Läufer bekam einen bunten Helium-Luftballon, den dann alle gemeinsam eine Minute vor dem Start fliegen ließen. Wirklich eine tolle Idee!



Wie man schon erkennen kann, war das ein eher kleiner Wettbewerb. Insgesamt waren weniger als 300 Läufer am Start.
Das Wetter war allerdings traumhaft mit strahlendem Sonnenschein und 25 Grad.

Kurz danach war dann schon unser Start und auch wir bekamen bunte Luftballons, die wir ebenfalls fliegen ließen.

Die Stecke begann am Marktplatz und es ging dann direkt leicht begab durch ein paar abgesperrte Straßen. Dann eine Treppe nach unten und dann kam eine längere Steile bergabstrecke - ca. 1 km insgesamt. Dort unten stand bereits die erste Verpflegungsstelle, die aber so ziemlich alle links liegen ließen. Denn es folgte der steilste Aufstieg der Strecke mit 25-30% Steigung. Hier beschloss ich, mich nicht gleich auszupowern und ging zügig hinauf. Alles, die in Sichtweite waren, machten es genauso.
Oben angekommen startete dann die eigentliche Runde durch den Wald. Sie verlief ziemlich ereignislos ohne riesige Höhenunterschiede. Die Stecke war wirklich schön. Inzwischen hatte sich das ohnehin kleine Läuferfeld ziemlich entzerrt und ich lief recht allein. Vor mir sah ich meist noch drei bis vier Läufer, aber sonst war es eher wie ein Trainingslauf.

Die Strecke war gut markiert, man konnte sich also nicht verlaufen. Jede Abzweigung war mit Pfeilen gekennzeichnet und die falschen Abzweigungen zusätzlich mit Flatterband abgesperrt. An den meisten Abzweigungen saßen außerdem Streckenposten, die uns anfeuerten. Auch die Kilometermarken waren immer gut sichtbar angeschrieben.
Am Ende der Runde angekommen, ging es dann wieder auf dem gleichen Weg wie am Anfang ins Tal zurück und dann wieder hoch zum Marktplatz. Der Abstieg war extrem steil und man musste sehr aufpassen, nicht wegzurutschen, da es sich um einen Schotterweg handelte. Unten kam man dann wieder an der Verpflegungsstation vorbei, aber so kurz vor dem Ziel brauchte ich auch nichts mehr. Der Aufstieg hatte es nochmal in sich, denn langsam wollten die Beine nicht mehr. Wir konnten alle nur noch hinaufgehen. Als es dann oben wieder flacher wurde, raffte ich mich nochmal zum laufen auf und schleppte mich ins Ziel.


Nach 01:02:49 hatte ich die Strecke geschafft und nahm glücklich mein alkoholfreies Bier entgegen. Mein Mann war dann direkt da, denn der Zielbereich war für alle frei zugänglich. Ich holte mir noch etwas Zielverpflegung und setzte mich in den Schatten, bis ich mich einigermaßen abgekühlt hatte.

Als wir gerade wieder gehen wollten, wurde angekündigt, dass der erste der 30km-Läufer in wenigen Minuten schon ins Ziel kommt. Seinen Zieleinlauf in einer unglaublichen Zeit von 1:48:51 sahen wir uns noch an. Der Zweite kam erst etwa 20 Minuten später ins Ziel.

Alles in allem ein sehr gelungener Wettkampf, der super organisiert war. Lediglich die Verpflegungsstelle wäre vielleicht an einer anderen Stelle (nicht vor, sondern nach dem großen Aufstieg) etwas besser aufgehoben gewesen. Die Zeitmessung erfolgte per Einwegchip.


Samstag, 30. August 2014

Der nächste Wettkampf steht an

Heute Nachmittag steht mein nächster Wettkampf an. Der Freudenstadt K30 Run light über 10 Kilometer. (Wie sich schon erahnen lässt, ist die andere Distanz die 30 km-Strecke.)

Mein Ziel: Irgendwie ins Ziel kommen!

Das meine ich ernst, ich bin zur Zeit wirklich nicht gut im Training. 10 km bin ich schon seit einigen Wochen nicht mehr gelaufen und so eine bergige Strecke sowieso noch nie. Die Strecke hat nämlich etwa 400 Höhenmeter jeweils in beide Richtungen. Das habe ich vorgestern mit Erschrecken festgestellt. Ich wusste zwar schon vorher, dass die Strecke nicht flach ist, aber ich hätte eher mit 200 Höhenmetern oder so gerechnet - wie ich es von meinen Trainingsläufen teilweise gewohnt bin.
Die Teilnehmer, die die 30 km laufen, müssen dann eben drei dieser Runden laufen. Ich schätze, das wir denn auch für einige geübte Marathonläufer heftig, die sonst nur flachere Strecken laufen.

Da die Strecke größtenteils durch den Wald verläuft, werde ich auf jeden Fall mit Musik laufen, denn ich denke nicht, dass außerhalb des Start-/Zielbereichs viel los sein wird. Ohnehin ist das ein recht kleiner Lauf, denn er findet zum ersten Mal statt. Ich bin gespannt, ob alles reibungslos funktioniert.

Von der Pasta Party gestern Abend bin ich ziemlich enttäuscht. Das "reichhaltige Nudelbuffet" bestand aus genau einer Sorte Nudeln (Penne) mit einer Sorte Soße (Tomatensoße - wenigstens war sie gut). Für 9 € hätte ich jedenfalls etwas mehr erwartet.

Immerhin waren zwei Sportler am Start, die ein bisschen was erzählt haben - Ironman Hawaii-Sieger Thomas Hellriegel und die Skispringerin Svenja Würth. Thomas Hellriegel sollte eigentlich über 30 km mitlaufen, läuft nun aber leider aufgrund einer Verletzung gar nicht mit. Svenja Würth ist ebenfalls angeschlagen und läuft statt der geplanten 10 km nun nur 2,5 km.

Die Startunterlagen konnte ich dann gestern Abend gleich mitnehmen, der Kleiderbeutel gab aber auch nicht viel her. Also genau genommen nichts außer der Startnummer, dem Einwegtransponder und einem dicken Werbeprospekt.
Ursprünglich war für die Pasta Party auch noch eine Verlosung angekündigt, die aber - wie sollte es anders sein - nicht stattgefunden hat.

Naja, klingt jetzt alles etwas negativ. Vielleicht lernen die Organisatoren ja bis zum nächsten Jahr ein bisschen dazu.
Auf den Wettkampf bin ich trotzdem gespannt. Aber eine Bestzeit wird es sicher nicht geben.

Freitag, 11. Juli 2014

Challenge-Zwischenbericht

Hier habe ich von meinen drei Juli-Challenges berichtet. Und ich muss zugeben, es läuft teilweise nicht ganz so wie erhofft.

Lauf-Challenge

Bei der Lauf-Challenge läuft es am besten. Ich habe schon einige Kilometer gesammelt (33,05 um genau zu sein). Da sich die im Trainingsplan angesetzten Laufumfänge noch steigern, gehe ich davon aus, dass ich die 80 Kilometer noch schaffen werde.

Wasser-Trink-Challenge

Außer an einem Tag habe ich es immer geschafft, meine geforderte Menge zu trinken. An diesem Tag habe ich noch 1,5 Liter Cola light getrunken und das Wasser dann vergessen. Aber ich habe den Rest am nächsten Tag dann noch zusätzlich getrunken, um das wieder auszugleichen. Deshalb würde ich sagen, dass ich hier noch im Rennen bin - auch wenn es möglichst keine weiteren Ausnahmen geben sollte. Ich muss mir das Wasser trinken einfach zur Gewohnheit machen, dann klappt das.

30 Day Shred in 30 Tagen

Ihr denkt es euch wahrscheinlich schon - hier liegt der Hund begraben. Die erste Woche habe ich super durchgezogen, auch wenn es teilweise schon sehr auf die Knie ging. Dieses Gehüpfe bin ich einfach nicht gewohnt und zusätzlich zum Laufen war das wohl etwas viel. Nachdem ich am Montag von früh morgens bis 22 Uhr abends nur eingespannt war, startete ich die Shred-DVD zwar trotzdem noch, aber mein Kreislauf machte nicht mit - wohl auch, weil ich nichts zu Abend gegessen hatte. Ich ließ es dann bleiben und entschied mich für's Abendessen, aber danach ging dann auch nichts mehr.
Am Dienstag habe ich zwar wieder geshreddet, aber Mittwoch und Donnerstag ging überhaupt nichts. Ich hatte überhaupt keine Kraft mehr - wahrscheinlich habe ich mir doch etwas zu viel zugemutet. Sogar den Donnerstags-Lauf musste ich auf Freitag (also heute) verschieben. Zuerst wollte ich die verpassten Einheiten noch nachholen, aber ich muss wohl einsehen, dass ich mit dieser Challenge gescheitert bin.
Die Belastung für die Knie ist zu hoch und ich will mein Halbmarathon-Training nicht gefährden. Ich habe allerdings fest vor, die 30 Tage Shred weiter durchzuziehen - aber eben nicht an 30 aufeinanderfolgenden Tagen. Die Muskeln müssen sich ja auch irgendwann regenerieren. Tag 8 habe ich inzwischen absolviert und ich will auch weiterhin versuchen vier- bis fünfmal pro Woche zu shredden.


So - jetzt wisst ihr Bescheid! :) Ich sehe aber tatsächlich schon positive Veränderungen durch den Shred - bin schon auf's nächste Umfang messen gespannt. Gewichtsmäßig bin ich auch ganz kurz davor, mein nächstes Zwischenziel zu erreichen - insgesamt bin ich also trotzdem zufrieden.

Sonntag, 6. Juli 2014

Mein Training für den Halbmarathon

Wie ihr vielleicht schon rechts in der Sidebar gesehen habt, plane ich, im Oktober einen Halbmarathon zu laufen. Da es mein erster Halbmarathon wird, habe ich mir bisher noch kein Zeitziel gesetzt. Das werde ich dann kurz vorher machen, wenn ich diese Distanz mal annähernd gelaufen bin. Erstmal geht es mir nur darum, ins Ziel zu kommen.

Nun musste also ein Trainingsplan her. Im Internet, in Zeitschriften und in meinem Laufbuch fand ich einige, aber so richtig gepasst hat doch keiner. Ich möchte im Training nicht nach Pace laufen. Ich habe eine ganz simple Pulsuhr ohne GPS, daher könnte ich das während dem Lauf überhaupt nicht überwachen. Und das Smartphone will ich auch nicht jedes Mal mitschleppen. Also fiel schonmal die Hälfte der Pläne weg.
Auch bei den anderen Plänen gab es immer etwas, das mir nicht gefiel. Das Abwandeln wäre ein riesiger Aufwand gewesen. Deshalb erstellte ich mir einfach selbst einen Plan.

Ich laufe fast nie nach Kilometern, sondern immer nach Zeit. So kann ich meine Runden ganz flexibel gestalten und mir während dem Lauf überlegen, welche Abzweigung ich als nächste nehme. Damit bin ich in der Vergangenheit sehr gut gefahren und deshalb möchte ich es für diesen Plan so beibehalten.

Ich laufe dreimal pro Woche. Dienstags steht ein lockerer Dauerlauf auf dem Programm. Locker bedeutet mit 80-85% der maximalen Herzfrequenz. Das habe ich mir aus der Runner's World abgeschaut, denn von dort hatte ich meinen letzten Trainingsplan. Donnerstags steht dann ein anspruchsvolleres Training auf dem Plan. Hier wechsle ich zwischen Fahrtspiel und Intervalltraining durch und habe ab und an einen Tempolauf oder einen Berglauf eingestreut.
Und sonntags mache ich meinen langen langsamen Lauf, der mit der Zeit immer länger wird. Damit möchte ich mich an die längeren Distanzen gewöhnen und meine Grundlagenausdauer verbessern.

Krafttraining und sonstiges Training möchte ich je nach Lust und Laune machen (jetzt im Juli natürlich der tägliche Shred). Deshalb auch nur drei Läufe pro Woche. Bei mehr würde ich wohl das Alternativtraining vernachlässigen.
Außerdem halte ich mir offen, den langen Sonntagslauf auf Montag zu verschieben, falls sonntags mal eine lange Radtour oder Wanderung geplant ist. Dann kann ich die beiden folgenden Läufe auch um jeweils einen Tag verschieben und habe immer noch ausreichend Regenerationszeit zwischen den Läufen.

Und zu guter Letzt gibt es nun den kompletten Trainingsplan. Woche 1 ist schon durch, aber die war ohnehin etwas ruhiger wegen dem Wettkampf letzten Sonntag. Nur noch 14 Wochen bis zum Halbmarathon!


Freitag, 4. Juli 2014

Stuttgart-Lauf 2014

Wie ihr ja bereits wisst, startete ich am letzten Sonntag beim Stuttgart-Lauf über die 7km-Distanz. Die Distanz ist ja eher ungewöhnlich, aber es standen (neben dem Inline-Halbmarathon) nur die 7 km oder der Halbmarathon zur Auswahl. Und nachdem ich gelesen hatte, dass der Zieleinlauf sich im Stadion (also der Mercedes-Benz-Arena) stattfindet musste ich einfach mitlaufen.
Denn ich bin Fan des VfB Stuttgart und war schon so oft als Zuschauerin in diesem Stadion, dass es für mich etwas ganz besonderes ist, dort einzulaufen.

Ich war mir etwas unsicher, wann ich dort sein sollte, deshalb fuhr ich angesichts der hohen Teilnehmerzahlen (etwa 16000) lieber etwas früher hin. Da ein VVS-Ticket im Preis enthalten war, nutze ich den nächsten P&R-Parkplatz und von dort aus öffentliche Verkehrsmittel. Ich war etwa um 8:30 Uhr am Gelände, aber etwas später hätte auch gereicht.
Um 9 Uhr startete der Halbmarathon, um 11:30 Uhr dann der 7km-Lauf.

So hatte ich freie Bahn bei der Startunterlagenausgabe und begab mich dann erstmal auf die Suche nach einer Umkleide. Diese gestaltete sich etwas schwierig, aber als ich sie dann nach einem längeren Fußweg gefunden hatte, hatte ich einen riesigen Umkleideraum ganz für mich allein. Auf dem Weg zur Umkleide kam ich am Startgelände vorbei, wo gerade der Halbmarathon startete. Ich machte mich in Ruhe fertig, schlenderte noch ein wenig über die Sportmesse und aß mein mitgebrachtes Brötchen.

Sportmesse in der Schleyerhalle
Da ich immer noch ausreichend Zeit hatte, beschloss ich, mir noch das Ziel anzuschauen. Dort kam ich etwa zeitgleich mit dem Gewinner des Halbmarathons an und schaute mir noch die Zieleinläufe der Nächstplatzierten an.


Eine Dreiviertelstunde vor dem Start begab ich mich dann zur Kleideraufbewahrung, was auch problemlos und ohne anstehen ablief. Da es inzwischen schüttete wie aus Eimern (und die Halbmarathonteilnehmer bekamen alles ab), beschloss ich, mit Cap zu laufen. Das mag ich eigentlich nicht so, aber ich wollte auch nicht völlig durchnässt sein, da ich mich hinterher noch mit einer Freundin in der Stadt treffen wollte.


Bis zum Start hatte es dann wieder aufghört zu regnen. Ich reihte mich im vorderen Startblock (Zielzeit unter 40 Minuten) in der hinteren Hälfte ein. Um 11:30 ging es endlich los.

Der Lauf selbst war recht ereignislos. Die Masse an Läufen und das Geräusch, das dadurch erzeugt wurde, war allerdings der Hammer! Das Getrappel war trotz Musik auf den Ohren gut hörbar. Ich lief dieses Mal nicht mit meiner normalen Pulsuhr, da sie beim Frankfurter Stadtlauf etwas gesponnen hat (hat wohl gleichzeitig noch die Signale von anderen Läufern empfangen). Ich hatte die Gear Fit um und das Smartphone am Oberarm - an der Kleideraufbewahrung abgeben wäre mir nämlich zu heikel gewesen, dabeihaben wollte ich es aber.
Die Strecke war eine flache Rundstrecke, von der Umgebung her aber kein Highlight. Die Halbmarathonstrecke ist da wohl schöner. Kilometerschilder konnte ich ab Kilometer 4 entdecken, Wasserstellen gab es zwei. Ich nahm mir kein Wasser, da ich im Training bei einer solchen Strecke auch nie etwas trinke und es mich nur aufgehalten hätte.

Ich begann langsam in meinem Wohlfühltempo und steigerte meine Geschwindigkeit später etwas. Es ist erstaunlich wie viele den Fehler machen, zu schnell zu starten. Die ersten Geher überholte ich nach etwa 500 Metern. Mein Cap war mir irgendwann zu warm und ich musste das Teil dann in der Hand halten.
Auf dem letzten Kilometer (und dem bekannten Weg zum Stadion) gab ich dann nochmal richtig Gas. Der Zieleinlauf war wirklich grandios! Meine Zielzeit: 00:39:31 - ich hatte die 40 Minuten also geknackt!

Als Zielverpflegung gab es erstmal alkoholfreies Bier mit Apfelerfrischungsgetränk (unerwartet lecker, zumindest nach der Anstrengung). Dann holte ich mir noch eine Banane und eine Apfelschorle. Beim Verlassen des Zielbereichs bekam dann jeder seine Finisher-Medaille umgehängt.

Ich ging direkt zur Kleiderausgabe und mich danach direkt frischmachen und umziehen. Anschließend holte ich mir noch meine Urkunde ab und ließ meine Medaille gravieren. Das war das einzige Mal, dass man irgendwo anstehen musste.


Insgesamt fand ich die Organisation sehr gut. Die Startgebühr von 15-21 Euro enthielt das VVS-Ticket und die Medaille. Es gab Plastik-Kleiderbeutel, man konnte aber dank des Aufklebers auch seine eigene Sporttasche abgeben. Dieser war abgesehen von ein paar Flyern und viel Sicherheitsnadeln leer, aber mehr kann man für den Preis auch nicht erwarten. (Meine Zugfahrt hätte sonst 14.60€ gekostet.)

Toiletten gab es ausreichend in der Schleyerhalle und am Stadion, man musste nirgends anstehen. Direkt am Start gab es noch ein paar Dixiklos, aber die wurden wohl nur in Notfällen benutzt.

Die Wege zwischen den einzelnen Stationen (Startunterlagen, Umkleide, Kleiderabgabe, Start, Ziel) waren etwas weiter, aber anders lässt sich das bei einem so großen Lauf wohl licht organisieren.


Ich fand den Lauf (bis auf's Wetter) gut gelungen und möchte auf jeden Fall irgendwann den Halbmarathon beim Stuttgart-Lauf laufen. Es war ein supertolles Erlebnis und mit meiner Zielzeit bin ich sehr glücklich, vor allem da ich in den letzten Wochen gar nicht so regelmäßig laufen war, wie noch vor dem 10km-Lauf Ende Mai.

Dienstag, 1. Juli 2014

Challenge-Monat Juli

Der Juni ist vorbei und das Training nach meinem tollen Trainingsplan hat nicht ganz so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Genau genommen hat es genau eine Woche geklappt - danach war ich dann fast nur noch laufen und habe das restliche Training sausen lassen.
Aber der Plan hat mir trotzdem was gebracht - ich habe mich endlich überwunden wieder schwimmen zu gehen und will das auch weiterhin möglichst einmal pro Woche machen.

Natürlich frage ich mich nun, warum es nicht geklappt hat. Wahrscheinlich war das ganze einfach zu kompliziert. Da ich momentan ohnehin wenig Zeit habe, war es mir zu aufwändig, jedesmal ein Training für einzelne Körperpartien rauszusuchen und deshalb habe ich es dann gleich ganz gelassen.

Ich habe mir nun also überlegt, was ich für den Juli ändern will und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich wohl einfach meinen Kampfgeist wecken muss - mit Challenges! Ich bin ein absoluter Challenge-Neuling, aber es reizt mich schon länger, das mal auszuprobieren. Und deshalb sind es jetzt gleich drei geworden.

1) 30 Day Shred in 30 Tagen

Den 30 Day Shred von Jillian Michaels kennt ihr ja bestimmt alle schon. Ich habe ihn mir nun endlich mal näher angeschaut und entschieden, dass ich es versuchen will.
Tag 1 (mit Level 1) habe ich heute nach dem laufen schon gemacht und es hat mir sehr gut gefallen. Und zumindest Level 1 ist ja nicht so mega-anstrengend, so dass ich den Shred nun täglich durchziehen möchte, um die kompletten 30 Tage im Juli zu absolvieren.

Ich habe mir dafür dann auch gleich neue Hanteln bestellt. Ich habe hier nur 1kg-Hanteln (zu leicht!) und die mit den Scheiben (zu schwer!). Heute habe ich es noch mit den leeren Griffstangen der Scheibenhanteln gemacht (2,3kg), fand das aber unpraktisch. Deswegen hoffe ich, dass die hübschen blauen 2,5kg-Hanteln jetzt möglichst schnell hier ankommen.

Am schwersten sind mir die Übungen für die Schultern und die Oberschenkel (War direkt davor laufen!) gefallen. Den Rest fand ich nicht so schlimm.

2) Lauf-Challenge im Juli

In meinem Lieblingsforum hat sich eine ganze Gruppe für eine Lauf-Challenge zusammengefunden. Da bin ich natürlich dabei! Vor allem weil ich jetzt ohnehin langsam ins Halbmarathon-Training einsteigen möchte. Ich nehme mit der Zieldistanz von 80 Kilometern teil. Falls es mehr werden sollten, macht das auch nichts. Aber im Juni hatte ich nur so um die 60km - das heißt, ich muss mich schon ein bisschen reinhängen.
Aber die ersten 5,98km sind schon geschafft.

3) Wasser-Trink-Challenge

Mit dem Trinken ist das bei mir so eine Sache - an manchen Tagen schaffe ich es problemlos, ausreichend zu trinken, an anderen trinke ich den ganzen Tag fast gar nichts oder nur Mist.

Ich bin letztes Jahr von kohlensärehaltigem Wasser auf stilles Wasser umgestiegen, weil ich von dem stillen einfach mehr trinken konnte. Man will ja auch nicht dauernd einen Blubberbauch haben. Anfang diesen Jahres bin ich dann von stillem Wasser auf Leitungswasser umgestiegen, weil das viel günstiger ist (Da lacht das Schwabenherz!) und hier auch wirklich gut schmeckt.
Ich lasse lieber immer erst das in der Leitung stehende Wasser rauslaufen und fülle mir dann das "frischere" Wasser ein. Da macht es natürlich Sinn, sich gleich etwas mehr abzufüllen. Deshalb kaufte ich mir eine Karaffe. Da ich aber zu faul war, das Ding ständig nachzufüllen, trank ich dann doch wieder zu wenig. Außerdem verlor ich den Überblick. Jetzt habe ich noch eine zweite und möchte jeden morgen beide Karaffen und ein großes Glas mit Wasser füllen (insgesamt 2,4 Liter). Das möchte ich dann bis abends austrinken. Heute habe ich sogar nachfüllen müssen, Tagesziel ist also erreicht.


Natürlich trinke ich auch noch andere Getränke - hauptsächlich schwarzen Kaffee und (ungesüßten) Tee. Das werde ich auch beibehalten, aber nicht mitzählen.
Ab und an gibt es auch noch Cola light oder Limo zero. Das möchte ich mir auch gar nicht ganz verbieten, aber das Wasser muss eben trotzdem leer werden. Ich denke, dadurch trinke ich automatisch weniger von dem anderen Zeug.


Ja, soviel erstmal dazu. Ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten!

Mittwoch, 25. Juni 2014

Höhenflüge

Kennt ihr das?
Ihr geht regelmäßig laufen. Es läuft mal besser, mal schlechter. Ihr lauft halt so vor euch hin.
Aber ab und zu gibt es einen ganz besonderen Lauf, der einfach wahnsinnig toll ist, obwohl ihr eigentlich gar nicht wisst, warum.
Ihr habt das Gefühl, ihr könntet noch ewig weiterlaufen und seid fast schon ein bisschen traurig, wenn der Lauf vorbei ist. Und die Euphorie hält einfach mal noch den ganzen Tag an. Und vielleicht auch noch den nächsten.

So einen tollen Lauf hatte ich gestern mal wieder!

Ich war bei meinen Schwiegereltern zu Besuch und bin auf meiner alten Laufstrecke gestartet. Damals immer 2,5 km - teilweise musste ich "bergauf" Gehpausen einlegen - und dann die gleiche Strecke wieder zurück. Damals war das sehr anstrengend, jedesmal auf's neue.
Gestern war ich an meinem alten Wendepunkt gerade gut in den Lauf hineingekommen und konnte unmöglich schon wieder umdrehen. Also weiter. Ich hatte mir vorher schon mögliche Strecken auf der Karte angeschaut, aber da sieht man ja keine Berge. Einen solchen musste ich nun hinauf. War zwar anstrengend, aber nicht so anstrengend wie sonst. Und die Aussicht von da oben - der Wahnsinn! Es gibt an meinem alten Wohnort also doch gute Laufstrecken. Danach dann in großen Bogen wieder zurück.
Und dann dieses tolle Gefühl!

Ich hätte wirklich noch weiter laufen können (und wollen), aber da ich am Sonntag einen Wettkampf laufe, wollte ich es nicht übertreiben. Leider hatte ich kein Handy mit, deshalb gibt's keine Fotos, aber das Höhenprofil lasse ich mal da (wird durch anklicken größer). Der blaue Pfeil markiert meinen früheren Umkehrpunkt.


Dienstag, 3. Juni 2014

Ich war schwimmen - und endlich wieder laufen!


Gestern Abend war ich das endlich das erste Mal seit Ewigkeiten wieder schwimmen. Ich habe es mir so oft vorgenommen, aber dann doch immer wieder eine Ausrede gefunden. Dabei ist schwimmen ja eigentlich toll! Was mich immer abgehalten hat, war die Tatsache, dass wir umgezogen sind und ich das Schwimmbad hier nicht kannte. Und ich gehe nicht gern allein in unbekannte Schwimmbäder. Aber wenn man es nicht einfach ausprobiert, wird es ja nie was. Deshalb habe ich das Schwimmen in meinen Trainingsplan aufgenommen. Und man kann ja nicht gleich am zweiten Tag was ausfallen lassen!

Vor zwei Jahren war ich noch regelmäßig schwimmen, ich hatte sogar eine Jahreskarte für das "alte" Schwimmbad. Abends war immer sehr viel los, deshalb hatte ich jetzt auch leichte Bedenken. Aber es war richtig schön leer, vielleicht 7 Leute im Schwimmerbecken. Das kann natürlich auch an den horrenden Eintrittspreisen gelegen haben. Aber so konnte ich ganz in Ruhe meine Bahnen ziehen, ohne dauernd jemandem ausweichen zu müssen und es hat wirklich Spaß gemacht.

Es wurden dann für den Anfang mal 1500 Meter in ca. 45 Minuten (hatte nur die Schwimmbaduhr als Anhaltspunkt). Nur Brust, Kraul bekomme ich nicht hin. Das entspricht ziemlich genau meiner früheren Zeit, was mich sehr überrascht hat nach der langen Pause. Wahrscheinlich hat auch der geringere Wasserwiderstand dazu beigetragen. Länger wollte ich aber auch gar nicht machen, hab die restliche Zeit dann für Entspannung im Dampfbad und im Außenbecken mit Massagedüsen genutzt. Das finde ich am Schwimmen auch so toll, dass man sich hinterher richtig schön entspannen kann.
Heute habe ich übrigens leichten Muskelkater in den Schultern.


Heute morgen habe ich endlich die neuen Laufschuhe ausprobiert und der erste Eindruck ist super! Sehr bequem, superleicht und gute Dämpfung. Ich war auch gar nicht so langsam (für meine Verhältnisse), obwohl ich immer noch Muskelkater von der Wanderung habe. 7km in knapp unter 44 Minuten.

Ihr seht, bei mir läuft es wieder besser. Die Ernährung habe ich gut im Griff und den Trainingsplan bis jetzt brav befolgt.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Mein erster Wettkampf - Stadtlauf Frankfurt

Wie ihr ja bereits wisst, bin ich am Sonntag meinen ersten Wettkampf gelaufen. Es war der Stadtlauf Frankfurt von SportScheck und BMW. Es gab einen Fünf- und einen Zehnkilometerlauf, ich bin die 10 km gelaufen.

Ich war zwar ziemlich aufgeregt, aber dank des langen anstrengenden Samstags konnte ich in der Nacht auf Sonntag trotzdem gut schlafen.
Die Startunterlagen hatte Samsung bereits für uns besorgt und uns am Samstag überreicht, so dass ich deshalb überhaupt keinen Stress hatte. Im Kleiderbeutel war nicht viel drin. Das Shirt, ein Päckchen Kaugummi und ein Erfrischungstuch für die Beine, fertig. Aber ich will mich nicht beschweren, schließlich gab es ansonsten genug Geschenke.
Das Frühstücksbuffet im Hotel war zwar sehr einladend, aber sicherheitshalber aß ich nur "normale" Sachen, von denen ich wusste, dass ich sie gut vertrage (Schinkenbrötchen, Joghurt und Obst, dazu schwarzer Kaffee). Dann musste ich noch schnell rausfinden, wie der Chip am Schuh befestigt wird, hat aber gut geklappt.
Ich wusste schon, dass es sehr warm werden würde, deshalb entschied ich mir für eine Laufcapri und das Samsung-Teamshirt war ja eh obligatorisch. Sonst ließ ich alles im Hotel, das nur ein paar hundert Meter vom Start entfernt war.

(Das Shirt war ein bisschen kurz, die fielen generell recht klein aus.)

Da nach dem Frühstück noch sehr viel Zeit war, trafen sich die meisten aus unserem Team bereits um 11:30 am Samsung-Stand im Wettkampfbereich. Ein paar einzelne liefen den 5km-Wettkampf, der schon um 12 Uhr startete. Die Aufregung stieg.

Kurz vor 13 Uhr war es dann soweit: wir gingen in den Startbereich. Ich war froh, dass einige Leute aus dem Team da waren, denn so konnten wir bis zum Start noch etwas quatschen und das hat mich wenigstens ein bisschen beruhigt. Außerdem hatte sich eine Wolke vor die Sonne geschoben und ich hoffte, dass es noch eine Weile so bleiben würde.

Die Strecke umfasste zwei Runden. Es gab einen Wendepunkt am Start/Ziel und den anderen am anderen Ende. Die Strecke führte über die Zeil an der Hauptwache vorbei in Richtung Main und dann noch ein Stück am Main entlang.

Dann war es soweit, der Startschuss fiel. Mit ihm verschwand auch die Wolke. Wir hatten uns weiter hinten eingereiht und ich lief ganz langsam los. Ich brauche immer ein bisschen Zeit zum einlaufen, danach werde ich dann ein bisschen schneller. Ich holte einen der Jungs aus dem Team ein und wir liefen ein ganzes Stück zusammen. Kurz vor dem ersten Wendepunkt wurde er dann aber etwas schneller und ich lief allein weiter. Der Führende und auch die ersten aus unserem Team kamen mir bereits entgegen. Einige wenige waren auch noch hinter mir, aber nun hatte ich mich eingelaufen und konnte einige Läufer überholen. Etwa ab Kilometer 4 machte sich die Hitze sehr deutlich bemerkbar und ich bereute es kurz, nicht doch den 5er gelaufen zu sein.
Am Start/Ziel-Wendepunkt gab es glücklicherweise Wasser und ich schnappte mir einen Becher. Ich bekam aber nur zwei Schluck runter. Ein Blick auf meine Uhr zeigte, dass ich noch unter einer halben Stunde war. Das gab natürlich Motivation. Noch mehr Motivation bekam ich, als ich schon fast wieder an der Hauptwache war und mir immer noch Läufer entgegen kamen, die alle hinter mir waren. Aber auch die Führenden kamen mir schon wieder entgegen und überrundeten die letzten.

Langsam wurde es zur Qual, weil es einfach viel zu heiß war. Die nächsten Kilometer zogen sich in die Länge wie Kaugummi. Ich lief am Main entlang und wäre lieber hineingesprungen. Irgendwann war ich dann am lang ersehnten Wendepunkt, dann am 8km-Schild. Das 9km-Schild wollte einfach nicht auftauchen. Irgendwann tauchte es schließlich doch auf, dann ging es um die letzte Kurve. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass ich es noch unter einer Stunde schaffen konnte und ich gab nochmal richtig Gas.

Nach 00:58:18 überquerte ich die Ziellinie. Ich war völlig am Ende, wurde aber glücklicherweise von meinen tollen Teamkameraden empfangen, die mir gleich ein Getränk in die Hand drückten. Ich brachte aber fast nichts runter und mein Kreislauf machte schlapp. Irgendwie konnte ich mich auf den Beinen halten und langsam wurde es wieder besser.
Dann kamen auch die Glücksgefühle und machten die ganze Anstrengung wett. :) Ich konnte es kaum fassen, dass ich gerade meinen ersten Wettkampf gelaufen war und dann auch noch in unter einer Stunde. Im Training lief ich diese Strecke schließlich immer in 70 bis 75 Minuten (zugegebenermaßen mit mehr Höhenmetern).
Am Samsung-Stand gab es Zielverpflegung, die ich bitter nötig hatte. Dann war auch alles schon wieder vorbei. Wir verabschiedeten uns und ich ging nochmal schnell ins Hotel zum duschen und umziehen und dann musste ich auch schon zum Bahnhof.

Ich muss sagen, ich bin wirklich stolz auf mich, mit der Zielzeit hab ich nie im Leben gerechnet. Mein erster Wettkampf war toll und wird bestimmt nicht mein letzter sein.

Dienstag, 27. Mai 2014

Das Samsung Run5 Weekend

Wie versprochen möchte ich euch heute von dem Samsung Run5 Weekend erzählen. Ich habe die Teilnahme daran letzte Woche bei einem Gewinnspiel von Samsung gewonnen.

Das Wochenende war eigentlich noch nicht einmal der Hauptgewinn, sondern ein Samsung Galaxy S5 sowie eine Samsung Gear Fit. Mit der Überreichung dieser beiden tollen Gewinne begann das Wochenende am Samstagnachmittag. Uns wurde erstmal erklärt, wie man beides in Betrieb nimmt und miteinander verbindet, was zwar sehr chaotisch ablief, aber am Ende bei jedem klappte.
Die Gear Fit ist so eine Art Pulsuhr und Activity-Tracker - ich werde darüber nach ausgiebigem Testen noch einen gesonderten Bericht schreiben.
Wir bekamen außerdem schon unsere Startunterlagen zusammen mit dem offiziellen Shirt zum Stadtlauf sowie einem Samsung-Team-Laufshirt.

Im Anschluss folgte ein Vortrag des letzten deutschen Olympiasiegers im Laufen - Nils Schumann. Er gewann im Jahr 2000 Gold über 800 Meter bei den Olympischen Spielen in Sydney. Er zeigte unter anderem ein Video von diesem Lauf und gab uns viele gute Wettkampf- und allgemeine Trainingstipps.


Danach ging es kurz in die Zimmer zum umziehen (wir waren in einem tollen Hotel mitten in der Frankfurter Innenstadt untergebracht), denn unser Nachmittagstraining stand auf dem Programm. Da wir am nächsten Tag zum Stadtlauf unser Samung-Shirt tragen sollten, liefen jetzt die meisten im offiziellen Stadtlauf-Shirt.



Nun liefen wir also zusammen mit Nils Schumann rund um die Frankfurter Innenstadt. Dort gibt es einen ringförmigen Park, der die Innenstadt einkreist und auch ein Stückchen am Main entlang läuft. Ich weiß nicht genau, wie lang die Strecke ist, aber es müssten insgesamt so um die sechs Kilometer gewesen sein. Nils hat ein lockeres Tempo vorgegeben, damit wir uns am Tag vor dem Wettkampf nicht überanstrengen. Ich bin das erste Mal in einer Gruppe gelaufen und das war richtig toll!
Am Main - nach der Hälfte des Laufs - legten wir dann einen Zwischenstopp für ein dynamisches Stretching und Lauf-ABC ein. Natürlich hatten wir dabei einige Zuschauer, die sich das nicht entgehen lassen konnten. Danach liefen wir dann wieder zurück zum Hotel.

Dank des vollgepackten Zeitplans wurde es nun ein bisschen stressig, denn wir waren 45 min später schon zum Abendessen verabredet. Also nur schnell geduscht und umgezogen und es ging schon weiter.
Das Abendessen war richtig lecker und ging auch ganz schön lang, so dass ich, als wir um 22 Uhr wieder im Hotel waren, direkt schlafen ging.


Am nächsten morgen ging es schon vor dem Frühstück weiter mit Sport. Ein kurzer lockerer Lauf stand auf dem Plan, etwa 15 Minuten. Nils nannte es "Anschwitzen". Dies ist wohl sinnvoll, wenn ein Wettkampf erst um die Mittagszeit startet, weil man dann den Kreislauf schonmal auf Touren bringt. Das Anschwitzen war natürlich freiwillig aber fast alle waren dabei - wer will sich das auch entgehen lassen? Im Anschluss an den kurzen Lauf gab es im Park dann noch eine Mini-Yoga-Runde. Wegen der Feuchtigkeit auf der Wiese aber nur im Stehen.

Dann gab es Frühstück im Hotel. Ich wollte auf Nummer sicher gehen, dass ich alles vertrage und aß deshalb nur ein kleines Brötchen mit Schinken und ein Schälchen Joghurt mit Obst - auch wenn die vielen leckeren Dinge sehr verlockend waren. Nach dem Frühstück stand dann "nur" noch der Stadtlauf auf dem Programm und dazwischen war noch genug Zeit zum quatschen, fertigmachen und schonmal grob zusammenpacken.

Über den Stadtlauf selbst schreibe ich dann einen gesonderten Bericht - ich weiß nicht, ob ich es heute noch schaffe, aber spätestens morgen ist er da.


Insgesamt war es wirklich ein supertolles Wochenende mit viel Sport, leckerem Essen und natürlich vielen netten Leuten, die ich dort kennenlernen durfte.



Donnerstag, 22. Mai 2014

Intervalltraining - letzter Lauf vor Frankfurt

Heute war es schon morgens um acht Uhr richtig warm, so dass ich zum ersten Mal in diesem Jahr mit "kurzer" Hose, also mit so einer Laufcapri, gelaufen bin. Heute stand die letzte Einheit meines 14-wöchigen Trainingsplans zum "sanften Formaufbau" an - ein halbstündiges Intervalltraining. Es lief eigentlich gut, aber mir lief auch ziemlich der Schweiß.


Ich hab mal meine wasserfeste Sonnencreme fürs Gesicht zum laufen getestet, aber ich hatte das Gefühl, dass sie einen Hitzestau verursacht. So stark wie heute hab ich im Gesicht jedenfalls noch nie geschwitzt. Und das, obwohl es ja eine spezielle Gesichtssonnecreme ist, die laut Aufdruck fettfrei sein soll... Hab jedenfalls gegen Ende viele mitleidige Blicke bekommen. Könnt ihr eine Sonnencreme für's Laufen empfehlen? Gerade für's Gesicht? Achso, meine ist die wasserfeste Sundance (dm) Sonnencreme für das Gesicht mit LSF 30.

Zuhause - nachdem ich mir endlich die Sonnencreme wieder abwaschen konnte - hab ich dann noch ein ganz kurzes Krafttraining für den Rumpf gemacht. Ich wollte es nicht übertreiben, da ich nicht mit Muskelkater nach Frankfurt fahren will.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Spontane Planänderung

Die Planung für's Wochenende hat sich gestern Nachmittag nochmal spontan geändert. Ich werde am Sonntag zwar immer noch einen 10km-Wettkampf laufen, aber einen anderen. Statt der schwäbischen Kleinstadt wird es jetzt die hessische Großstadt. Ich hab nämlich die Teilnahme am Samsung5-Weekend in Frankfurt gewonnen.

Das heißt am Samstag steht ein professionelles Lauftraining mit Olympiasieger Nils Schumann an und am Sonntag dann der Frankfurter Stadtlauf.

Ich freu mich so, aber die Aufregung wird dadurch natürlich nicht weniger!

Dienstag, 20. Mai 2014

Ich hab mich getraut...

... und mich zu meinem allerersten Wettkampf angemeldet. 10 Kilometer. Schon am kommenden Sonntag! Aaah, jetzt bin ich aufgeregt, ich weiß ja gar nicht, was da auf mich zukommt.

Dass der Lauf heute gefühlt so schlecht lief, trägt auch nicht gerade zur Beruhigung bei. Von der Zeit her war's gar nicht so schlimm, aber es war sooo anstrengend. Naja, kann auch am rasanten Temperaturanstieg liegen. Dabei war es nur eine kleine 5km-Runde (in 32 min).

Aber nochmal zum Wettkampf, einige von euch haben da ja schon Erfahrung und können mir vielleicht ein bisschen die Aufregung nehmen.
Was sollte ich unbedingt dabeihaben? (Klar, was zu trinken, irgendwas zu essen für danach, Sicherheitsnadeln - aber sonst?)
An die, die sonst mit Musik laufen: Lauft ihr dann beim Wettkampf auch mit Musik oder ohne? Ich bin heute mal testweise ohne gelaufen, aber das war irgendwie ganz seltsam, weil es eben so ungewohnt war. Ich glaube, dass ich auch deswegen zu schnell losgelaufen bin.
Wie viel früher sollte man da sein? (Start ist um 11 Uhr, die Startunterlagen bekommt man ab 9 Uhr - reicht es dann, wenn ich um 9 Uhr da bin?)
Gibt es sonst irgendwas zu beachten?

Würde mich sehr freuen, wenn ich hier ein paar Tipps bekomme!

Freitag, 16. Mai 2014

Hügeliger langer Lauf

Ich habe gerade leider nicht viel Zeit, deshalb werfe ich nur schnell ein paar Fotos zu meinem heutigen Lauf rein. Es lief heute irgendwie nicht ganz so rund, aber das kann daran liegen, dass ich gerade etwas gestresst bin und mit dem Kopf woanders war.


Diese Woche stand der lange Lauf schon Freitags auf dem Plan (Sonntag ist dafür frei). Es wurden 10,5 Kilometer in 72 Minuten. Einen Tick langsamer als beim letzten langen Lauf, aber ich habe 230 Höhenmeter überwunden. Also ist die Zeit eigentlich gar nicht so schlecht.

Die Bilder sind typisch für den heutigen Lauf: bergauf!


Mittwoch, 14. Mai 2014

Kurzer Lauf + Bauch-Workout

Heute war ich 6,5km laufen und konnte meine Zeit verbessern. Vor genau einer Woche brauchte ich für die selbe Stecke 43 Minuten, heute nur noch 40 Minuten. Zum Vergleich: Im Januar benötigte ich für diese Strecke noch 53 Minuten und sie zählte noch zu meinen längeren Läufen. Bin schon ein bisschen stolz auf mich, auch wenn da noch viel Luft nach oben ist. Ansonsten war der Lauf ziemlich ereignislos.

Vielleicht lag es ja auch an dem Krafttraining, dass ich schneller war. Kann das sein, nach nur einmal trainieren?
Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass meine Haltung besser war.


Danach hängte ich dann gleich noch ein Kurz-Workout an. Bauchmuskeltraining. Zwar nur 15 Minuten, aber die hatten es in sich. Ich habe das Ab Ripper X-Video von P90X gemacht, vielleicht kennt das ja jemand. Früher hab ich das öfters gemacht, immer nach den kurzen Läufen. Sollte ich vielleicht wieder einführen.

Ach ja, von dem anderen Training hatte ich natürlich Muskelkater - an den Seiten und Schultern bzw. Oberarmen hinten. Der wird jetzt wahrscheinlich direkt weiter in den Bauch wandern...

Sonntag, 11. Mai 2014

Wechselhafter Sonntagslauf

Für Sonntag habe ich meist meinen langen Lauf eingeplant, so also auch heute. 75 Minuten langsamer Dauerlauf standen auf dem Plan. Beim Frühstück herrschte draußen noch strahlender Sonnenschein, es war lediglich etwas kühl. Also zog ich mich dementsprechend an und wollte gerade los, als es anfing, in Strömen zu regnen. Ich war dann aber zu faul, um mich nochmal umzuziehen und setzte nur noch eine Cap auf.


Nach ca. 400 Metern waren bereits meine Schuhe durchnässt. Hätte ich doch mal lieber die Trail-Schuhe angezogen! Aber umdrehen wollte ich dann doch nicht. Dann fing es auch noch an zu hageln und ich war wirklich froh, dass ich den Wald erreichte, die Bäume halten doch das schlimmste ab.


Man erkennt es auf dem Bild nicht wirklich, aber es war leicht matschig. Naja, aber ich dachte mir, notfalls kürze ich den Lauf eben doch ab. Etwas später hörte es aber glücklicherweise auf zu regnen und war nur noch matschig.


Ein Stückchen musste ich sowieso noch weiter, um wieder nach Hause zu kommen. Ein Jogger begegnete mir, der noch viel unpassender gekleidet war - er trug Shorts und ein Baumwoll-Tshirt. Aber nachdem er nicht zurückgrüßte, hatte ich dann kein Mitleid mehr.

Als ich dann an einer Stelle angekommen war, von der aus ich in fünf Minuten zuhause gewesen wäre, kam plötzlich wieder die Sonne raus und meine Klamotten - bis auf die Socken - trockneten wieder. Also entschied ich mich, die 75 min doch noch zu Ende zu laufen und es wurde noch ein richtig schöner Lauf mit knapp über 11 Kilometern. Mein längster Lauf bisher und ich hätte noch problemlos weiterlaufen können - dann aber bitte mit trockenen Füßen.